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Sammelgüter: Was ist ein Sammelgut?

Verpackte Waren, Kartons, Paletten, Container:  Waren werden verpackt zu Gütern und diese schnell zu Stück- oder Sammelgütern. Ähnlich wie Stückgut und Collo werden auch die Begriffe Stückgut und Sammelgut dabei häufig synonym gebraucht. Doch sie bezeichnen verschiedene Dinge. Was genau ist ein Sammelgut und wie unterscheidet es sich von Stückgut?

Definition des Begriffs Sammelgut bzw. Sammelgüter

Sammelgüter sind verschiedenartige Stückgüter, die zu einer Lieferung zusammengefasst werden. Sie können sich zusammen in einer Transporteinheit, dem Collo, befinden oder nebeneinander auf der Ladefläche. Sehr Häufig beinhaltet der Begriff Sammelgüter eine Optimierung des Transports durch Zusammenfassen von verschiedenen Lieferungen von unterschiedlichen Absendern und zu unterschiedlichen Empfängern in einer Ladung.

Anders als Stückgüter muss es sich also nicht um Waren gleicher Art handeln. Dieser wichtige Unterschied zeigt zugleich die andere Gewichtung des Begriffs. Denn Stückgut beinhaltet die gleiche Warenart. Der Begriff bezeichnet in erster Linie das zu transportierende Gut. Colli beinhalten entweder Stückgut oder Sammelgut und sind in erster Linie Verpackungseinheiten. Das Wort Sammelgut bezeichnet zwar eine Verpackungseinheit mit verschiedenen Warenarten. Im Kern definiert dieser Begriff jedoch einen anderen logistischen Ablauf. Denn die Ware ist heterogen und stammt üblicherweise nicht von einem einzigen Absender und geht auch nicht zu einem einzigen Kunden. Das impliziert häufig ein Umpacken oder Zusammenfassen bzw. Trennen durch das Logistikunternehmen.

Der Ablauf beim Transport von Sammelgütern

Um den erhöhten Aufwand Rechnung tragen zu können, haben die meisten Unternehmen sogenannte Hub-And-Spoke-Netzwerke für den Warentransport eingerichtet. Ein vielen Menschen bekanntes System sind die Paketzentren der Paketdienstleister. In diesen Netzwerken kommen zahlreiche Güter zusammen, werden zum Teil zwischengelagert und zu neuen Lieferungen zusammengefasst. Ziel ist es, die Transportauslastung zu optimieren. Dies geschieht unter anderem dadurch, die Ladekapazitäten durch Zuladung verschiedener Warenarten vollständig zu füllen und so eine erhöhet Wirtschaftlichkeit pro Transportfahrt zu erreichen. In der Regel werden Stückgüter zusammengefasst, die zum gleichen Zielort zu transportieren sind.

Beispiel für den Transport von Sammelgütern

Der Vorgang lässt sich anhand eines allgemeinen Beispiels veranschaulichen. Verschiedene Kunden in einer Region beauftragen ein Transportunternehmen mit der Lieferung ihrer Waren an ihre Kunden. Das Transportunternehmen sammelt diese verschiedenen in Colli zusammengefassten Stück- oder Sammelgüter lokal ein und transportiert diese zum nächsten zentralen Warenumschlag, dem ersten Hub-And-Spoke-Netzwerk. Alternativ liefern die Absender dort selbst ein.

Am Warenumschlag werden die Sammelgüter nun sortiert und nach Zielort zusammengefasst. Diese neu erstellten Sammelgüter lädt das Unternehmen nun in Lkw oder andere Transportmittel und liefert es zum nächsten zentralen Hub-And-Spoke-Netzwerk in der Zielregion. Dort angekommen werden die Sammelgüter wieder in Stückgüter getrennt und weiter so in neue Sammelgüter zusammengefasst, dass die Auslieferung an die Adressaten von diesem Warenumschlag aus möglichst effektiv zu bewerkstelligen ist. Im letzten Schritt liefern Transporter die Sammelgüter aus und trennen diese vor Ort wieder in Stückgut, das dem jeweiligen Kunden übergeben wird.

Der Vorteil dieses Systems: Zum einen lassen sich so Transportwege und Kosten minimieren. Zum anderen verläuft der Warenstrom in der Regel beidseitig, sodass jeder Lkw bzw. jedes Transportmittel auch bei der Rückfahrt zumindest teilweise beladen ist.

Am Transport ist nicht zwingend nur ein einzelnes Unternehmen beteiligt. Häufig sind Abholer bzw. Zulieferer, Weitertransporteur und Auslieferer verschiedenen Firmen zuzuordnen. In anderen, allerdings seltenen Fällen gibt es vielleicht gar keinen oder nur einen Warenumschlag bzw. - zum Beispiel bei Lufttransporten - mehr als zwei zwischengeschaltete Hub-And-Spoke-Netzwerke.

Sammelgüter als Fracht: Prioritäten richtig setzen

Der Transport von verschiedenen in Sammelgütern zusammengefassten Warenarten ist das Kernstück der modernen Logistikbranche. Durch geschicktes Ausnutzen eigener und fremder Netzwerke sowie das Optimieren von Routen lassen sich erhebliche Kosten einsparen und der Transportweg minimieren. Im Gegenzug ist allerdings eine professionelle und fehlerfreie Planung unabdingbar, die alle Komponenten zur richtigen Zeit in der geforderten Menge am richtigen Ort zur bereitstellt und zielgerichtet weiterleitet. Entsprechend sind Zielort, Menge/Volumen sowie Gewicht der Waren und der Liefertermin so aufeinander abzustimmen, dass aus dem Sammelgut am Zielort wieder Stückgut werden kann.

Vorteile und Nachteile von Sammelgütern

Der Transport von Sammelgütern hat Vor- und Nachteile. Die Vorteile sind:

  • effiziente Transportwege,
  • optimierter Ressourceneinsatz,
  • niedrige, verlässliche Kosten,
  • flexible Aufteilung von Stückgut,
  • gezielte Auslieferung auch von kleinen Mengen.

Zu den Nachteilen gehören:

  • großes überregionales Netzwerk erforderlich,
  • teilweise Verzug bei der Zusammenfassung durch zu geringes Warenaufkommen,
  • Waren müssen in Colli organisierbar sein,
  • anfällig für Planungsfehler.

Trotz der Nachteile überwiegen die Vorteile. Daher sind Sammelgüter im modernen Transportwesen unabdingbar. Sie tragen zu wirtschaftlichen Transportwegen und bezahlbaren Kosten bei.