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Gutes Papier erkennen: Eigenschaften, Merkmale

Eine Frage der Qualität: Woran erkennt man gutes Papier?

Papier hat im Verlauf der letzten Jahrhunderte einen regelrechten Siegeszug erlebt. Selbst in Zeiten der Digitalisierung ist es aus dem Alltag nicht wegzudenken. In Büros und Privathaushalten, als Druckerpapier und für Kopien, als Material für Zeitungen und Bücher, für persönliche Briefe oder einfache Notizen sowie als Verpackung und für Geschenke … Papier ist allgegenwärtig. Aber: Papier ist nicht gleich Papier. Es gibt Qualitätsunterschiede. Insbesondere kann Papier verschiedene Eigenschaften haben, die für bestimmte Einsatzbereiche mal mehr und mal weniger vorteilhaft sind. Daher stellt sich die Frage: Woran erkennt man gutes Papier?

Die beschreibenden Unterschiede von Papier

Weißes Papier, glattes Papier, schweres Papier - das Material hat viele Eigenschaften. Die vielleicht offensichtlichsten beschreibenden Merkmale sind Grammatur, Weißgrad und Opazität. Alle basieren auf weiteren Eigenschaften, die während der Verarbeitung vom Rohstoff zum Endprodukt entstehen.

  • Grammatur bzw. Gewicht von Papier
    Das Gewicht von Papier wird in Gramm pro Quadratmeter angegeben. Daraus leitet sich der Begriff Grammatur ab. Dieses Flächengewicht beschreibt die Stärke des Papiers. Standardpapier für Drucker und Kopierer ist 80 g/m² bis 100 g/m² schwer. Daraus ergibt sich ein Gewicht von ca. 5 Gramm für ein Blatt in der Größe DIN A4. Das Gewicht ist unter anderem für den Postversand wichtig. Allerdings ist die Stärke auch eine wichtige Eigenschaft, die beim doppelseitigen Bedrucken von Bedeutung ist. Das Standardpapier eignet sich beispielsweise gerade so für sogenannte Duplex-Drucke. Auf leichterem Papier scheint der Druck dagegen durch, sodass er das Schriftbild auf der Rückseite beeinträchtigt. 100 g/² bedeuten dagegen bereits ein hochwertig wirkendes Papier. Ab einer Grammatur von ca. 150 g/m² spricht man in der Regel von Karton, ab 225 g/m² von Pappe. Die Bezeichnungen sind jedoch fließend. Die in der Branche geltende DIN 6730 unterscheidet dagegen lediglich zwischen Papier (7 g/m² bis 225 g/m²) und Pappe (ab 225 g/m²).
  • Farbe bzw. der Weißgrad von Papier
    Ein weißes Blatt Papier …. So heißt es immer wieder. Und doch ist das eine Weiß nicht immer so weiß wie ein anderes. Die verschiedenen "Weißtöne" entstehen durch Reflexion des Lichts. Die Hersteller geben der Papiermasse üblicherweise einen Aufheller bei. Dieser führt je nach Dosierung zu einer bestimmten Reflexionsstärke. Je mehr Licht das Papier reflektiert, desto weißer erscheint es. Es spielt aber zusätzlich noch der Farbstich in die Wahrnehmung hinein. Verfügt das Weiß im Papier über mehr Rotanteile, wirkt es im Vergleich etwas "grauer" als eines mit mehr Grün- oder Blauanteilen. Entsprechend kann die Wahrnehmung der Farbe durch das sogenannte "Bläuen" (mehr Blau- und Grüntöne) intensiviert und durch das "Drücken" (mehr Rot- und Brauntöne) abgeschwächt werden. Technisch ist der Weißgrad dabei unverändert, die Bearbeitung ändert jedoch die menschliche Wahrnehmung.
  • Lichtundurchlässigkeit bzw. Opazität von Papier
    Mit dem Weißgrad und dem Papiergewicht hängt die Opazität des Materials ab. Dieser Begriff beschreibt die Lichtundurchlässigkeit. Im Regelfall gilt: Je geringer die Grammatur, desto mehr Licht fällt hindurch, desto geringer ist die Opazität. Allerdings sind eine Beschichtung einerseits sowie der künstlich erzeugte Weißgrad anderseits Faktoren, die ebenfalls auf die Lichtundurchlässigkeit wirken. Im Regelfall ist ein Papier hochwertiger, wenn es weniger Licht durchscheinen lässt. Sofern keine Druckfarbe in das Papier eindringt, scheint bei großen Opazitätswerten der Aufdruck nicht durch. Zusätzlich kommen Farbtöne besser zur Geltung, der Druck wirkt kontrastreicher. Auf einer 100-Prozent-Skala ist eine Opazität ab ca. 80 Prozent wünschenswert, um ein Blatt doppelseitig zu bedrucken.

Welche Eigenschaften wirken sich auf die Papierqualität aus?

Diese drei Merkmale von Papier basieren auf einer ganzen Reihe von mechanischen und physikalischen Eigenschaften. Diese beschreiben unter anderem die Berstfähigkeit, die Zugfestigkeit, den Spaltwiderstand, aber auch die Porösität, den Feuchtigkeitsgehalt, die Saugfähigkeit und die Glätte der Oberfläche.

In der Praxis sind insbesondere die Saugfähigkeit und die Glätte von Bedeutung. Die Saugfähigkeit ist bei ungeglättetem und poröserem Papier etwas größer. Zum Tragen kommt diese Eigenschaft bei Löschpapier, aber auch bei Küchenrollen und Taschentüchern. Eine größere Glätte bedeutet im Regelfall, dass die Druckfarbe weniger gut in das Material eindringt. Grundsätzlich lassen sich so feinere und kontrastreichere Drucke sowie erstklassige Fotodarstellungen erzielen. Wie bei allen Eigenschaften des Papiers kommt es jedoch auf das Zusammenspiel der Merkmale an.

Welches Papier ist das beste Druckerpapier?

Exemplarisch zeigt sich die Auswirkung von unterschiedlichen Eigenschaften beim Druckerpapier. So ist für Laserdrucker unbeschichtetes Papier mit großer Opazität und Standard-Grammatur sehr gut geeignet. Der Toner hält sehr gut darauf und es entsteht ein sehr gutes Druckbild. Ein Tintenstrahldrucker bringt auf das gleiche Papier dagegen einen matschigen Ausdruck, da die Tinte verläuft. Für Tinte ist ein beschichtetes (alternativ ein unbeschichtetes, aber imprägniertes und extrem wenig poröses), wenig saugfähiges und eher schweres Papier wie Fotopapier oder das sogenannte Copy-Papier ideal. Die Tinte dringt nicht ein und bleibt in sauberen Kontrasten auf dem Papier.

Wie lange hält Papier?

Die sogenannte Alterungsbeständigkeit von Papier ist insbesondere für Archive und Bibliotheken von Bedeutung. Durch verschiedene Materialzugaben lässt sich der natürliche Zerfall von Papier verlangsamen. Besonders wichtig sind ein basischer PH-Wert, ein erhöhter Calciumcarbonatanteil und eine möglichst große Oxidationsbeständigkeit sowie ein Zellstoff ohne Anteile grober Fasern. Papier ist je nach Verarbeitung in Lebensdauerklassen eingeteilt. Eine entsprechende Verarbeitung und Druckfarbe sowie optimale Umwelteinflüsse vorausgesetzt überdauert Papier mehrere Jahrhunderte.

Welches Papier ist für welche Zwecke optimal?

Es gibt für jeden Verwendungszweck besser oder schlechter geeignetes Papier. Das Standardpapier mit einer Stärke ab 80 g/m² ist das häufig auch so bezeichnete Universalpapier. Es eignet sich für viele Zwecke befriedigend gut. Insbesondere ist es als Drucker- und Kopierpapier bekannt. Viele Einsatzbereiche erfordern dagegen ein Spezialpapier. Welches Papier ist darüber hinaus für welchen Zweck besonders gut geeignet?

  • Schreibpapier ist imprägniert, aber nicht beschichtet. Es gilt die Maßgabe: Je wichtiger die Botschaft, desto schwerer, weißer und hochwertiger soll das Papier sein. Exklusives Schreibpapier ist optimal für handgeschriebene Botschaften. Die Tinte zeigt sich in klaren Linien und Kontrasten, das Papier hat Körper und sogar Klang. Wer mag, entscheidet sich für ein hochwertiges Material mit dem heute nur noch selten genutzten Wasserzeichen oder die Farbe Elfenbein und unterstreicht damit die Exklusivität.
  • Bei Papier für Druckerzeugnisse handelt es sich in der Regel um gestrichenes Papier, das über besonders gute Eigenschaften zur Kontrastdarstellung verfügt. Selbst Fotodruck ist auf gestrichenem Papier möglich. Faustregel: Je stärker das Papier, desto hochwertiger wirkt das Produkt. Während zum Beispiel für Flyer ein Papier mit 150 g/m² ausreicht und Poster bei einer Papierstärke von ca. 170 g/m² sehr gut zur Geltung kommen, sollten Umschlagsseiten von Broschüren wenigstens 220 g/m² stark sein.
  • Papier für Drucker und Kopierer ist häufig imprägniert, aber nicht beschichtet und nicht porös. Es wiegt meistens 80 g/m² bis 100 g/m2 und nimmt die Tonerfarbe relativ gut auf. Copy-Papier für Kopien und Ink-Jet-Papier für Tintenstrahldrucker sind spezielle, für diesen Zweck hergestellte Materialmischungen.
  • Gutes Zeichenpapier weist bessere mechanische Eigenschaften auf. Das Material hält Radierungen oder Tintenklekse aus, ohne sich in seine Bestandteile aufzulösen. Die Oberfläche ist rau und das Papier deutlich poröser. So halten die Farbpartikel besser auf dem Bogen und erzeugen einen intensiveren Farbeindruck beim Betrachter. Das Papier sollte eine Stärke von wenigstens 200 g/m² aufweisen.
  • Visitenkarten bestehen aus Karton mit einer Stärke von wenigstens ca. 300 g/m². Welches Material optimal ist, hängt von der Drucktechnik an. Grundsätzlich ist ein imprägniertes oder beschichtetes Papier mit großer Opazität und geringer Porösität besonders gut geeignet.

Diese wenigen Beispiele verdeutlichen: Nicht jedes Papier eignet sich für jeden Einsatzbereich. Das beste Papier bringt Eigenschaften mit, die den Zweck der Nutzung optimal unterstützen. Während der Produktion können die Hersteller auf die gewünschten Merkmale der Sorten Einfluss nehmen und so für jeden Anlass und für jede Verwendung das perfekte Papier produzieren.