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Wie funktioniert ein Nachsendeauftrag?

Ein Umzug bedeutet nicht nur Stress, sondern auch Vorfreude auf das neue Heim. In der Hektik der Vorbereitungen und des eigentlichen Umzugs gehen mitunter wichtige Dinge regelrecht unter. So ist es möglich, dass in den ersten Wochen an der neuen Adresse keine Post ankommt. Bleibt bei Ihnen der Briefkasten mehrere Tage leer, ist das ein Alarmsignal. Denn Sie haben vielleicht den Nachsendeauftrag bei der Post vergessen. Diesen sollten Sie frühzeitig vor dem Umzug in Auftrag geben, damit wichtige Dokumente, Briefe oder Warensendungen weiterhin bei Ihnen ankommen.

Was ist ein Nachsendeauftrag?

Ein Nachsendeauftrag ist eine Serviceleistung der Deutschen Post. Sie können diesen in jeder Postfiliale oder online auf den Weg bringen. Das Unternehmen schickt Ihnen dann Ihre Post zur neuen Adresse nach. Der Service ist kostenpflichtig.

Allerdings gibt es einige Details zu beachten.

  • Die Post unterscheidet zwischen Privatkunden und Geschäftskunden. Der Nachsendeauftrag für Privatkunden ist deutlich günstiger.
  • Die Post bietet drei verschiedene Zeitspannen an. Sie können einen Nachsendeauftrag über sechs, zwölf und 24 Monate abschließen. Sechs Monate sind häufig ausreichend. Wenn Sie sicher gehen möchten, nutzen Sie zwölf Monate. Zwei Jahre sind als Nachsendefrist für Privatkunden tendenziell überdimensioniert.
  • Sie können einen Nachsendeauftrag später bei Bedarf um sechs Monate verlängern.
  • Der Nachsendeauftrag gilt nur für Briefpost sowie Postkarten und Streifbandzeitungen. Kataloge und Blindenschriften können Sie kostenlos hinzufügen lassen.
  • Ein Nachsenden der Päckchen und Pakete müssen Sie zusätzlich beauftragen und dabei einen Aufschlag bezahlen.
  • Achten Sie auf eine fristgerechte Abgabe des Nachsendeauftrags. Es ist zu empfehlen, diesen zehn Tage, spätestens aber drei Tage vor dem Umzugstermin bei einer Postfiliale oder online abzugeben. Sonst kommt die Post möglicherweise noch an die alte Adresse an.
  • Sie können einen gemeinsamen Nachsendeauftrag für alle Haushaltsmitglieder nutzen. Das gilt auch für unverheiratete Paare oder Wohngemeinschaften. Der Vordruck erlaubt das entsprechende Hinzufügen von weiteren Namen. So zahlen Sie nur einmal pro Haushalt.
  • Sie können die Post auch an Ihre neue Adresse im Ausland weitersenden lassen. Dabei entstehen jedoch ggf. Zusatzkosten durch die ausländische Postgesellschaft.
  • Es ist kein Nachsendeauftrag über zwei Stationen möglich. Ziehen Sie in der Zeit der Nachsendefrist erneut um, können Sie die Post nicht zweimal umleiten. Die richtige Vorgehensweise ist dann: Die bestehende Nachsendeauftrag ändern und auf die neue Adresse korrigieren und einen neuen Nachsendeauftrag von der zwischenzeitlichen Adresse zur neuesten Adresse abgeben.

Warum ist der Nachsendeauftrag so wichtig?

Sie sollten unbedingt von einem Nachsendeauftrag Gebrauch machen. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn Post während der Umzugstage und kurz danach im falschen Briefkasten landet oder gar an den Absender zurückzusenden ist. Denn so entgehen Ihnen möglicherweise wichtige Dokumente zur Kündigung Ihrer alten Wohnung, zu Abrechnungen mit Energie- oder Telekommunikationsanbietern oder Infos Ihrer Banken und Versicherungen. Im schlimmsten Fall gehen Abschlussrechnungen an den Absender zurück und dieser beauftragt ein Inkasso.

Tipp: Gerade die Umzugstage sind sehr turbulent, sodass die Post in Vergessenheit gerät. Ein Nachsendeauftrag sichert den Empfang von wichtigen Dokumenten.

Gilt der Nachsendeauftrag auch für andere Postdienstleister und Versender?

Der Nachsendeauftrag der Deutschen Post und von DHL sind grundsätzlich nicht für weitere Unternehmen gültig. Daher sollten Sie bei Bedarf bei regionalen Briefpostunternehmen oder mit Paketdienstleistern wie UPS, GLS, DPD, Hermes usw. einen eigenen Nachsendeauftrag abschließen. Besonders wichtig kann dies für Paketdienstleister sein, die von den von Ihnen genutzten Online-Shops beauftragt sind. Denn bei einem Umzug besteht häufig ein größerer Bedarf, für die neue Wohnung online Artikel einzukaufen. Vergessen Sie hier, Ihre Adresse im Kundenbereich zu ändern, geht die Lieferung an die alte Adresse.

Zusätzlich die Umzugsmitteilung nutzen

Sehr hilfreich ist eine Option beim Nachsendeauftrag der Deutschen Post. Sie können Ihre Adressänderung in eine Datenbank über Umzugsmitteilungen eintragen lassen. Diese Datenbank gleichen große Unternehmen wie viele Banken, Versicherungen, Telekommunikationsunternehmen und Zusteller regelmäßig ab. Das bedeutet: Diese Unternehmen ändern in ihrem System Ihre Adresse. So kommen auch andere Paketdienstleister an Ihre neue Anschrift, sodass Pakete anderer Unternehmen teilweise korrekt umgeleitet werden. Eine Garantie gibt es jedoch nicht.

Wichtig: Der Eintrag in die Datenbank der Umzugsmitteilungen ist kein Ersatz für den Hinweis auf Ihre neue Adresse gegenüber Unternehmen und Dienstleistern. Informieren Sie diese unbedingt zusätzlich.

Tipp: E-Postscan als vorübergehende Alternative

Eine weitere Alternative für die Übergangszeit ist es, die eigene Post täglich einscannen zu lassen. Die Deutsche Post bietet diesen Service an. Dabei werden Ihnen Briefe nicht sofort zugestellt, sondern von der Post eingescannt und an Ihr Smartphone geschickt. In den Umzugstagen kann dieser kostenpflichtige Service eine gute Option sein, um wichtige Schreiben sofort zu erhalten. Denn nachgesendete Post findet häufig erst verspätet den Weg zum neuen Briefkasten. Der E-Postscan ist kein Ersatz für einen Nachsendeauftrag. Er kann aber dazu beitragen, dass Sie auf wichtige Post nicht warten müssen oder diese nicht aus der alten Wohnung holen müssen.