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Was ist der Mieterschutzbund - Vorteile Mitgliedschaft

Ein Mietvertrag regelt üblicherweise das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter. Trotz einer umfangreichen Zahl von Gerichtsurteilen, klaren gesetzlichen Regelungen und Best-practise-Erfahrungen kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen den Partnern. Typische Zankäpfel sind die Nebenkostenabrechnung, das Vertragsende oder die Übernahme von Kosten für Reparaturen und Renovierungsarbeiten. Viele Vermieter haben eine Hausverwaltung mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt oder sind dem Verein Haus und Grund angeschlossen. Mieter stehen dem häufig allein gegenüber. Es gibt jedoch eine Organisation, die für ihre Rechte kämpft: den Mieterschutzbund.

Aufgaben und Struktur des Mieterschutzbundes

Der Mieterschutzbund existiert seit 1988 und hat inzwischen eine fünfstellige Mitgliederzahl. Er hat sich zur Aufgabe gesetzt, seine Mitglieder fachlich und rechtlich in allen Fragen rund um das Mieten von Immobilien und Wohnungen zu beraten. Zugleich betreibt die Organisation Lobbyarbeit, um die Interessen der Mieter gegenüber Dritten und der Politik zu stärken und besonders drängende Themen an die Öffentlichkeit zu bringen. Der Mieterschutzbund versteht sich in diesem Sinne als Interessenvertretung für Mieter.

Der Mieterschutzbund ist als frei-gemeinnütziger Verein strukturiert. Mitgliedsbeiträge sind damit steuerlich absetzbar, die Organisation darf keine Gewinne erwirtschaften. Sie unterliegt dem Vereinsrecht.

Was kostet die Mitgliedschaft?

Wer sich beraten lassen möchte oder die Aufgaben des Vereins unterstützen möchte, kann Mitglied werden. Dazu ist ein Aufnahmeantrag erforderlich, dessen Bearbeitung eine geringe Pauschale kostet. Zusätzlich erhebt der Verein einen jährlichen Mitgliedsbeitrag in (Stand 2019) zweistelliger Höhe. Auf juristische Personen, Gewerbetreibende und Freiberufler dürfen Mitglied werden und die Leistungen für gewerbliche Mietverhältnisse in Anspruch nehmen. Der Jahresbeitrag liegt nur unwesentlich höher. 

Welche Leistungen bietet der Mieterschutzbund?

Der Verein vertritt die Interessen seiner Mitglieder. Ein wichtiger Teil der Arbeit besteht in Beratungsangeboten. Diese stehen grundsätzlich nur Mitgliedern offen und sind für diese kostenlos. Unter anderem bietet die Organisation folgende Leistungen:

  • Beratung bei Mieterhöhungen,
  • Prüfen der Nebenkostenabrechnungen inkl. Heizkosten,
  • Durchsetzung von Mängelbeseitigungsansprüchen,
  • Beratung über Vertragskündigungen
  • Hilfe bei Kautionsrückforderungen,
  • persönliche Einzelfallberatung,
  • Beantworten allgemeiner Fragen zum Mietrecht,
  • konkrete Rechtsberatung durch Experten,
  • Vertretung gegenüber Behörden, Vermietern und anderen relevanten Institutionen,
  • Übernahme des Schriftverkehrs mit Vermietern und Behörden.

Mit diesen enormen Leistungen stützt der Verein die Rechte der Mieter. Vorteilhaft ist außerdem, dass die Institution in vielen Regionen mit einer Zweigstelle vor Ort ist. Neben einer Beratung per Telefon und Internet können Betroffene also auch den direkten Kontakt suchen und sich vor Ort persönlich Rat holen.

Dennoch gibt es eine Leistung, die der Mieterschutzpunkt nicht bieten darf. Der Mieterschutzbund darf den Mieter nicht in Prozessen vertreten! Kommt es zu einer Gerichtsverhandlung, muss der Mieter einen Fachanwalt beauftragen.

Lohnt sich eine Mitgliedschaft?

Der Mieterschutzbund ist immer dann ein guter Ansprechpartner, wenn Mieter Probleme mit dem Vermieter nicht allein lösen können. Eine Mitgliedschaft ist sinnvoll, wenn zum Beispiel vermehrt Unstimmigkeiten bei Mietnebenkostenabrechnungen oder bei der Beseitigung von Mängeln auftreten. Spätestens, wenn es zu ernsthaften Konflikten kommt, kann ein gut formuliertes Schreiben der Experten für eine rasche Klärung im Sinne des Mieters führen.

Tipp: Es besteht die Möglichkeit, erst beim Auftreten von Konflikten oder Fragen die Mitgliedschaft zu beantragen.

Finanziell lohnt sich ein Beitritt. Ist der Mieter gefordert, einen Konflikt mit harten Bandagen zu lösen, erhält er kostenlose Unterstützung. Der Jahresbeitrag ist im Vergleich zu einer Beratung und Vertretung durch einen Anwalt günstig. Solange das Problem nicht vor Gericht ausgetragen wird, ist eine Mitgliedschaft beim Mieterschutzbund günstiger.

Zusätzlich profitieren die Mitglieder von einer Unterstützung durch Experten, die sich täglich mit den Fallstricken des Mietrechts beschäftigen. Die Spezialisten sind mit den typischen Fällen vertraut und kennen die jeweiligen Gesetze als auch die aktuelle Rechtsprechung. Dadurch ist es ihnen möglich, den individuellen Fall rechtlich sehr genau einschätzen zu können.

Eine Mitgliedschaft ist auch dann sinnvoll, wenn der Mieter die Ziele des Vereins unterstützen möchte. Auf diese Weise trägt er zu einer verbesserten Lobbyarbeit für die Mieterinteressen bei.

Wie reagieren Vermieter auf eine Mitgliedschaft?

Einen Aspekt sollten Interessierte jedoch beachten. Denn schalten Sie bei einer Auseinandersetzung den Mieterschutzbund offiziell ein, reagieren einige Vermieter zusätzlich verärgert. Das heißt: Wenn der Verein wirklich aktiv tätig wird und als Vertretung für den Mieter gegenüber dem Vermieter auftritt, kann der Konflikt weiter eskalieren.

Eine Alternative ist, sich intensiv im individuellen Fall beraten zu lassen und dann sich mit dem jeweiligen Wunsch selbst an den Vermieter zu wenden. Sie zeigen nach der Beratung Kompetenz und tragen durch dieses Vorgehen ggf. zu einer Deeskalation bei. Allerdings wird es andererseits immer wieder Fälle geben, bei denen ein offizielles Schreiben vom Mieterschutzbund den Konflikt deutlich schneller beendet und den Vermieter zum Handeln zwingt. Dieser gibt nach Aufklärung über die Mängel und die Rechtslage möglicherweise eher nach und schafft Abhilfe.

Kommt es zu einer Auseinandersetzung, sollten Betroffene ohnehin prüfen, ob sie nicht lieber eine neue Wohnung suchen. In diesem Fall stehen ihnen unsere Umzugskartons und viel nützliches Zubehör für einen Umzug zu attraktiven Preisen zur Verfügung. Das eigene hab und Gut in Kartons zu verpacken, kann leichter fallen, als ein gestörtes Mietverhältnis fortsetzen zu müssen.