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Was ist die Dickenmessung bei Papier und Pappe?

Beim Herstellen von Kartons und Gegenständen aus Papier und Pappe spielt die Beschaffenheit des Materials eine entscheidende Rolle. Für die Ermittlung der Kosten, das Einrichten der Produktion und das Ermitteln des Transportgewichtes ist neben dem Flächengewicht die Dicke des Materials besonders wichtig. Ermittelt wird diese mit einem technischen Messverfahren. Was genau ist die Dickenmessung?

Was ermittelt die Dickenmessung?

Bei der Dickenmessung kommen besondere Messgeräte zum Einsatz. Diese messen die Höhe der Papier- bzw. Pappbahnen. Das heißt: die Materialdicke bzw. -stärke. Die Angabe erfolgt in Millimetern.

Welche Bedeutung hat die Dickenmessung?

Die Dickenmessung ist ein wichtiges Instrument zum Ermitteln der Qualität von Papier und Pappe. Sie ist unter anderem an vielen Punkten der Produktion und des Transportweges von Kartonagen eine wichtige Größe für die Wirtschaft.

  • Die Dicke der Pappe lässt Rückschlüsse auf die Qualität zu. Grundsätzlich gilt: Je dicker eine Pappe bzw. ein Papier ist, desto besser ist die Qualität. Allerdings spielen in diese viele weitere Faktoren hinein.
  • Die Dicke bestimmt die Steifigkeit von Papier und Pappe mit. Je dicker eine Pappe ist, desto steifer ist diese. Das bedeutet, dass daraus produzierte Kartonagen stabiler sind.
  • Die Dicke ist ein Mittel, um in Kombination mit dem Gesamtflächengewicht das Volumen von Pappen zu berechnen. Dieses ist besonders wichtig für das Lagern und Transportieren. Je nach Gesamtgewicht und Volumen sind Transportbehälter, Ladeflächen und Lagerplätze zu ermitteln.
  • Bei der Produktion ist die Dicke eine wichtige Angabe, um Maschinen korrekt einzustellen. Weicht die Dicke nach oben oder unten ab, leidet darunter der Produktionsprozess. Speziell die Riffelwalzen können durch eine nach unten abweichende Materialstärke Schaden nehmen.
  • Vor- und während der Produktion kann eine Dickenmessung dazu beitragen, Produktionsfehler zu erkennen. So lassen sich Lieferungen minderwertiger Rohpappe vermeiden und fehlerhafte Endprodukte erkennen.

Aus diesen Gründen messen Kartonagenhersteller die Dicke von Pappe. Bei einer Bestellung von Pappen vereinbaren die Geschäftspartner in der Regel eine maximale Standardabweichung bzw. einen Toleranzbereich, die vom zu fertigen Produkt und von der Produktionsanlage abhängt. Kommt es zu großen Abweichungen muss der Lieferant nachbessern.

Wie funktioniert die Dickenmessung?

Um die Stärke von Papier und Pappe zu ermitteln, kommen Messgeräte zum Einsatz. Diese ermitteln anhand von Materialproben die Dicke. Die Dickenmessung ist im Vergleich zum Überprüfen anderer physikalisch-technischer Eigenschaften wie Berstfestigkeit oder Durchstoß-Widerstand relativ einfach. Üblich ist ein Verfahren nach DIN EN 20 534.

Es gibt spezielle Maschinen, die mit Sensoren arbeiten. Eine ausreichend große Materialprobe wird aus der Pappe herausgeschnitten und in die Maschine gelegt. An mehreren Punkten ermittelt die Maschine die Stärke des Materials. Dabei erfasst das Gerät die genaue Entfernung von der Unter- und Oberseite der Pappe. Der exakte Vorgang hängt dabei von der eingesetzten Maschine ab. Es gibt unterschiedliche Ausführungen. Zum Beispiel arbeiten einige Maschinen mit festen Messpunkten, andere wählen automatisch flexible Punkte zum Bestimmen der Materialstärke. Ebenso gibt es einen Unterschied beim direkten Messen. Einige Maschinen berechnen die Differenz aus unterer und oberer Materialfläche, andere setzen die Höhe in Bezug zu einer Referenzwalze. Schließlich lässt sich die Dickenmessung auch in eine Produktionskette einbauen, um eine gleichbleibende Qualität der Endprodukte zu gewährlisten.

Einen Einfluss auf das Messverfahren können Temperatur und Luftfeuchtigkeit haben. Daher findet die Messung idealerweise im sogenannten Normklima statt. Dieses setzt die Temperatur auf 23 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit auf 50 Prozent fest. Abweichungen können die Stärke des Materials beeinflussen.

Einfaches Prüfverfahren der Qualität von Papier und Pappe

Die Dickenmessung ist eine einfache und deshalb gängige Methode, um die Qualität von Papier und Pappe zu bestimmen. Sie hat einen wesentlichen Einfluss auf die Produktion sowie den Transport und das Lagern von Papier und Pappe und daraus hergestellten Produkten. Als eine von vielen Prüfverfahren trägt sie zur Qualitätssicherung bei.