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Container - Welche Arten ISO-Container gibt es?

Die moderne Logistik und das Transportwesen kommen ohne Container nicht aus. Diese Behälter sind nicht nur ideal, um große Mengen an Waren sicher und geschützt von A nach B zu liefern. Sondern sie lassen sich auch gut stapeln. Dabei spielen internationale Norm-Größen eine wichtige Rolle. Diese sind ebenso wie der Verwendungszweck beim Transport äußerst wichtig. Denn spätestens beim Güterverkehr per Schiff sind einheitliche Größen wichtig, um die Container sinnvoll beladen und stapeln zu können. Aber auch für Waggons und Lkw sind Normgrößen bedeutend. Allerdings gibt es für jede Warenart einen passenden Behälter. Welche Container-Arten gibt es und welche Waren lassen sich darin transportieren?

Erklärung des Begriffs

Container stammt aus dem Lateinischen und geht auf das Verb continere zurück. Dieses Wort lässt sich mit bewahren oder zusammenhalten übersetzen. Im Wortsinn ist ein Container daher ein Behälter, der den Inhalt zusammenhält oder schützt.

Damit sind zugleich die Hauptaufgaben für die verschiedenen Konstruktionen beschrieben. Die Ware wird geschützt und lässt sich darin zielgerichtet und im Ganzen transportieren. Um den verschiedenen Güterarten gerecht werden zu können, gibt es verschiedene Container-Arten. Diese unterscheiden sich in Form, Ausführung bzw. Ausstattung sowie Größe. So gibt es für jedes Gut und jeden Zweck einen geeigneten Transportbehälter. In der Regel bestehen diese aus Metall (geriffeltes Stahlblech) und sind quaderförmig.

Welche Containerarten gibt es?

Jedes Gut benötigt einen passenden Behälter. In der Transport- und Logistikbranche haben sich verschiedene Typen herauskristallisiert. Alle haben bestimmte Eigenschaften bzw. Ausstattungsmerkmale, mit denen der Transport bestimmter Waren möglich ist.

-        Standardcontainer: Die geschlossenen Boxen sind ideal für Stückgut und Sammelgut, eignen sich jedoch auch für einzelne größere Waren wie Maschinenteile. Standardcontainer gibt es in den typischen Größen 20 Fuß und 40 Fuß Länge, aber auch in 30 Fuß. Sie bestehen in der Regel aus Blech/Metallgehäuse oder aus beschichtetem Holz. Türen finden sich an wenigstens einer der der Stirnseiten oder an Stirnseite sowie über die gesamte Länge der Längsseite(n). Die auch ISO-Container oder ISO-Boxen genannten Behälter verfügen je nach Modell über Gabelstaplerlaschen für den Transport, Greifkanten für Transportkräne sowie über Gooseneck-Tunnel ("Schienenauslassungen") für die Befestigung auf Transportmitteln. Das zulässige Gesamtgewicht liegt in der Regel zwischen 20 und 30 Tonnen.

  • High-Cube-Container: Diese Boxen entsprechend den Standardcontainern, sind jedoch rund 30 cm höher. Außerdem sind typische Maße nicht nur 40 Fuß, sondern auch 45 Fuß Länge. Dadurch können diese Behälter deutlich mehr Fracht beinhalten. Das zulässige Gesamtgewicht liegt knapp über 30 Tonnen.
  • Hardtop-Container: Diese Variante der Standardcontainer zeichnet sich durch ein abnehmbares Metalldach aus. Durch Öffnen des Behälters lässt er sich von oben be- und entladen. Dabei kommen insbesondere Lastkräne zum Einsatz. Der gesamte Ladevorgang ist dadurch sehr viel schneller und der Warenumschlag effizienter. Beim Transport von Waren mit Übergröße kann das Dach offen bleiben.
  • Opentop-Container (Softtop Box): Diese Box ist ebenfalls eine Variante des Standard-Containers mit 20 oder 40 Fuß. Anders als beim Hartdtop-Container besteht das Dach aus einer Plane. Dadurch ist der Container nicht stapelbar. Der Vorteil ist das schnelle Be- und Entladen sowie ein günstigerer Preis. Außerdem kann die Plane Güter mit Übergröße verdecken und somit schützen.
  • Flat Container: Diesen Behältern fehlen die Seitenwände. Die Stirnwände erlauben, die Ladung durch Halterungen seitlich zu sichern, und ermöglichen das Aufstapeln der Boxen. Der Boden ist besonders verstärkt, sodass Flat Container sich in erster Linie für sehr schwere und sperrige Güter eignen, die seitlich geladen werden müssen.
  • Plat Container: Besonders schwere Güter mit Übergröße oder einzelne Maschinen sind auf einem Plat Container gut aufgehoben. Dieser verfügt ausschließlich über einen verstärkten Boden mit Gooseneck-Tunneln, über die sich die Box auf Lkw-Anhänger, Schiffe oder Waggons platzieren lässt.
  • Ventilierter/belüfteter Container: Es gibt zwei verschiedene Arten von belüfteten Containern: passiv belüftete und aktiv belüftete. Die passiv belüfteten Boxen haben wassergeschützte Luftschlitze an den oberen Längsseiten. Darüber findet ein Austausch der Luft statt. Aktiv belüftete Container heißen auch ventilierte Container, da sie ein Gebläse an den Stirnseiten haben. Diese Containertypen entsprechen sonst den Standardcontainern. Sie eignen sich für Waren, die belüftet werden müssen. Wichtigstes Transportgut ist Rohkaffee, auf den der ebenfalls gebräuchliche Ausdruck Kaffeecontainer zurückgeht.
  • Kühlcontainer/Isoliercontainer: Bei diesen Behältern sind Integral Container und Porthole Container zu unterscheiden. Integral Container verfügen über ein aktives Kühlaggregat, das im Innenraum eingebaut ist und zulasten der Kapazität geht. Porthole Container sind besonders isoliert. Zusätzlich zieht die Box kalte Luft durch Öffnungen von außen ein und stößt warme Luft nach oben aus. So entsteht eine konstant niedrige Temperatur. Die beiden Kühlcontainer eignen sich für verderbliche Waren wie Obst, Gemüse und Fleisch sowie für Blumen. Sie entsprechen bei den Außenmaßen den Standardcontainern oder High-Cube-Containern.
  •  Bulk Container/Schüttgutcontainer: Schüttgutcontainer eignen sich für Massenware, die lose über Öffnungen am Dach in den Behälter geschüttet wird. Die Türen haben zusätzlich Ausschüttöffnungen, über die das Entladen möglich ist. Ausführliche Informationen über diese typische Transportbox für trockene Getreide, Düngemittel und ähnliche Waren finden Sie hier.
  • Tank-Container: Anders als Bulk Container fassen Tankcontainer keine trockenen Massengüter, sondern flüssige Substanzen. Typische Waren sind Mich, Speiseöl oder Brennstoffe. Im Container ist ein Tank befestigt, der die Güter fasst. Die Außenwände reduzieren sich meistens auf ein Stahlgerüst, können also teilweise oder ganz fehlen. Je nach Ladungsart können Vorrichtungen für eine Temperaturregelung (Kühlung/Heizung) eingebaut sein. Gegenüber einen Tankwagen haben diese Boxen den Vorteil, dass die Güter schneller umschlagbar sind.

Erfordernis von Standardgrößen

Die Transportbehälter haben Standardgrößen. Diese sind für das internationale Transportgewerbe unabdingbar. Es gibt mehrere wesentliche Gründe:

  1. Paletten sind genormt und passen nebeneinander exakt in die Container. Dadurch können Logistikunternehmen ihre Ladeflächen optimieren.
  2. Standardcontainer lassen sich gleichermaßen per Lkw, Bahn und Schiff transportieren. Sämtliche Normen erlauben es, die Behälter auf diese Verkehrsmittel zu verfrachten. Dadurch ist kein Umladen erforderlich.
  3. Auf Schiffen ist es möglich, die Behälter zu stapeln. So können Frachtschiffe die Ware sehr stabil und gleichmäßig verteilt auf Deck platzieren und sicher zum nächsten Hafen bringen.
  4. Beim grenzüberschreitenden Verkehr können Waren auch bei einem Wechsel des Transportmittels problemlos im gleichen Container transportiert werden. Das Einhalten von Standardmaßen erlaubt es, eine Lieferung ohne Umladen in allen Ländern fortzusetzen.

Die genauen Größen sind jedoch von der Containerart abhängig. Die Behälter für den Verkehr auf der Straße auf Schienen und auf dem Wasser folgen der ISO-Norm (Standards der Internationalen Organisation für Normung). Abweichende Regelungen gibt es für den Luftverkehr. Hier ist die International Civil Aviation Organization (ICAO) zuständig, die eigene Standards vorgibt.

Es gibt eine große Menge verschiedener Normgrößen für Transportboxen, die sich in Außen- und Innenmaßen oder Ladungs- bzw. Gesamtgewicht sowie in weiteren Daten unterscheiden können. Die verbreitetsten ISO-Standardgrößen sind jedoch 20 Fuß, 40 Fuß und 45 Fuß High Cube.

Tabelle: Abmessungen für ISO-Container

 

20-Fuß-Container

40-Fuß-Container

45-Fuß-High-Cube

Außenmaße
(Länge x Breite x Höhe)

6,06 m x 2,44 m x 2,59 m
(20 x 8 x 8,6 Fuß)

12,19 m x 2,44 m x 2,59 m
(40 x 8 x 8,6 Fuß)

13,72 m x 2,44 m x 2,90 m
(45 x 8 x 9,6 Fuß)

Innenmaß
(Länge x Breite x Höhe)

5,90 m x 2,35 m x 2,39 m

12,03 m x 2,35 m x 2,39 m

13,56 m x 2,35 m x 2,70 m

Volumen

33,1 m³

67,5 m³

86,1 m³

Gewicht

2,3 t

4 t

4,8 t

Ladungsgewicht

21,7 t

26,5 t

25,7 t

Gesamtgewicht

24 t

30,5 t

30,5 t

 

Die Angaben in der Tabelle sind allerdings grobe Richtwerte. In der Praxis kommt es zu kleinen Abweichungen.

Ladungsmengen in TEU und FEU

Aus den ISO-Normen für die Boxen leiten sich zwei gängige Angeben für Ladungsmengen ab: TEU und FEU.

-        TEU steht für "twenty foot equivalent unit" (Einheitenmenge, die in einen 20-Fuß-Container passt).

-        FEU steht für "forty foot equivalent unit" (Einheitenmenge, die in einen 20-Fuß-Container passt).

Ein FEU sind entsprechend 2 TEU, zwei TEU passen folglich in einen 40-Fuß-Container. Ein High Cube fasst umgerechnet 2,25 TEU. Die beiden Abkürzungen werden insbesondere beim Warenumschlag in Häfen genutzt. Sie bieten einen ersten groben Überblick über ein zu transportierendes Warenvolumen.

Container sind Grundlage des weltweiten Handels

Ohne Container ist der globale Handel kaum denkbar. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sowie die standardisierten Größen sind wesentliche Argumente für die Verwendung im Logistik- und Transportwesen. Ob Paletten mit Stückgut in Kartons oder einzelne Bauteile: Diese Versandbehälter sind der beste Schutz für die Ware, komfortabel nutzbar und für alle Transportwege geeignet. 

Tags: Container