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Transportwesen: Was ist ein Gebinde?

Im Transportwesen und der Logistik ist der Begriff Gebinde weit verbreitet. Doch was ist ein Gebinde? Die Antwort ist einerseits sehr einfach. Andererseits gibt es verschiedene Definitionen, die teilweise in den unterschiedlichen Branchen abweichend voneinander genutzt werden. Die historische und praktische Bedeutung weichen ebenfalls voneinander ab. Die genaue Definition von Gebinde ist jedoch bedeutend, damit es im Arbeitsalltag des Transportwesens nicht zu Missverständnissen kommt.

Der Begriff Gebinde

Das Wort bezeichnet einen Zusammenschluss von Materialien oder Gegenständen. Er geht auf das Verbinden oder Umbinden von mehreren Teilen zu einer (neuen) Einheit zurück. In der Logisitik bedeutet das Wort damit so etwas wie eine "handhabbare Einheit". Im Englischen sind Packung Drum (Gebinde), Bundle (Bündel) oder Lashing (Zurrung) üblich. In Französischen gibt es auch Container als Äquivalent, wobei damit speziell in der Logistik Missverständnisse mit den Transportbehältern möglich sind.

In der Logistik und dem Transportwesen kann ein Gebinde im Wesentlichen drei verschiedene Bedeutungen haben:

  • die befüllte Verpackung (also die Einheit aus Ware plus Verpackung),
  • ein fertiges Packstück wie ein Collo/Kollo,
  • die leere Verpackung selbst, sofern sie aus einem Stück besteht.

Wesentlich ist bei diesen drei Bedeutungen, dass es sich stets um eine verpackte Einheit (leer oder voll) handelt. Das kann zum Beispiel ein Karton, Behälter oder eine bepackte Palette sein.

Woher stammt der Begriff Gebinde?

Um sich die Bedeutung zu verdeutlichen, hilft ein Blick auf die historischen Ursprünge des Wortes. Es gibt zwei wesentliche Wurzeln.

  • Das Gebinde im Textilwesen bezeichnet den Zusammenschluss von einer Anzahl Fäden. Diese wurden zusammengebunden und auf Zählhaspel gesetzt. So wurde aus Fäden eine kleine Einheit, die im Handel bedeutend war.
  • Das Gebinde bei der Bier- und Weinherstellung geht auf die Handwerkskunst der Fassbinder zurück. Diese banden Holz zu einem Fass als Transportbehälter. Dieses Gebinde wurde befüllt und so ausgeliefert. Aus diesem Ursprung sind in der Getränkeindustrie mehrere unterschiedliche Definitionen entstanden. Allen ist jedoch gemein, dass ein Gebinde die "Verpackung" der Flüssigkeit oder der abgefüllten ist.

Aus diesen zwei relevanten Wurzeln sind in den unterschiedlichen Wirtschaftssparten Bezeichnungen entstanden, die im Detail zum Teil voneinander abweichen. Alle haben jedoch eine Gemeinsamkeit: Das Gebinde umfasst stets eine Einheit aus Verpackung und Waren.

Das Gebinde in Logistik und Transportwesen

In der Logistik und dem Transportwesen ist der Begriff ein Synonym für eine Handels- oder Transporteinheit. Die Bedeutung vermischt sich mit den Bezeichnungen Stückgut und Collo. Wesentlich für das Gebinde ist, dass es eine Verpackungseinheit bildet. Diese kann zum Beispiel ein leerer Sack sein, eine Kiste mit Obst, ein Karton mit Warenkartons oder eine Palette, auf der verschiedene Waren in verschiedenen Formen aufgestapelt und durch Folie gesichert sind. Kurz: Die Bezeichnung Gebinde beinhaltet immer das Zusammenhalten von mehreren Teilen oder die Verpackung selbst. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um gleiche oder unterschiedliche Waren handelt.

Für die Bezeichnung gibt es einen triftigen Grund. Denn Transport- und Logistikunternehmen sind gefordert, Waren sicher, schnell und unversehrt ans Ziel zu bringen bzw. zu lagern. Daher ist die sichere Verpackung ein wesentliches Element der praktischen Umsetzung von Aufträgen. Ein sicheres Gebinde ist somit unverzichtbar und hat einen Sicherungscharakter: Es schützt die Ware. Zugleich erleichtert es durch die einfachere Handhabung das Be- und Entladen, das Ein- und Auslagern sowie den Transport selbst.

Der Begriff Gebinde in weiteren Branchen

Zusätzlich bezeichnet der Begriff in verschiedenen Branchen unterschiedliche Dinge. Dazu ein paar Beispiele:

  • In der Getränkeindustrie sind Gebinde sowohl Kästen, zusammengebundene Dosen, kleine Träger, in Folie eingeschweißte Flaschen oder Fässer.
  • Im Weinhandel sind Gebinde hauptsächlich Fässer oder Kunststoffbehälter. Das Wort bezeichnet teilweise sogar minderwertigen Wein, da dieser früher häufig in Kunststofftanks transportiert wurde.
  • Im Einzelhandel kann ein Gebinde zusätzlich ein Kombiangebot aus zwei verschiedenen Artikeln sein, die sichtbar miteinander verbunden sind. Ein Beispiel ist eine Tüte Tortillas mit einem Dip als Wareneinheit.
  • Das Handwerk kennt Gebinde als bestimmte Konstruktion am Dach oder als Reihe von Dachziegeln.
  • In der Chemie bezeichnet Gebinde eine Verpackung für Flüssigkeiten.
  • Im Arzneiwesen ist ein Gebinde die Substanz, die beim Zusammenmischen anfänglich entsteht.
  • Im Textilwesen handelt es sich wie früher noch heute um ein bestimmte Menge Garn bzw. Fäden.

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